Mittwoch, 28. Dezember 2016

Stille

"Es gibt eine Stille, in der man mein, man müsse die einzelnen Minuten hören, wie sie den Ozean der Ewigkeit hinuntertropfen."
 
"Some infinities are simply bigger than other infinities.."
 
"I'm a granate, one day I'm gonna explode.."
 
[The fault in our stars]
 
 
 
 
Manchmal möchte ich einfach aufgeben. Alles hinschmeissen. Verschwinden.
 
Ich habe tolle Freunde. Keine Ahnung, wie sie das schaffen, mit mir zusammen zu sein. Vielleicht kann ich es wirklich so gut überspielen. Ich glaube, ich wäre nicht gerne mit mir zusammen. Ich bin so ruhig, hasse grosse Menschenmengen, gehe nicht gerne weg abends. Oft vergisst man, dass ich überhaupt da bin. Ich denke, ich wirke oft gelangweilt, obwohl ich das nicht bin. Ich bin abwesend, denke über alles andere nach, nur nicht über den Moment. Ich rede nicht gerne. Höre lieber zu. Ich könnte ewig zuhören. Ich gebe Ratschläge, versuche zu helfen. Aber ich sage nichts. Gebe nichts von mir Preis. Und falls doch, dann verschönere ich es. Sage nur die halbe Wahrheit. Wie hart es wirklich ist. Wie ich mich wirklich fühle. Weshalb ich das mache? Keine Ahnung. Wie gerne würde ich es manchmal einfach hinausschreien. So dass jede/r hört, wie beschissen ich mich fühle. Wie gerne ich einfach aufhören würde. Meine Gedanken abstellen würde.
 
Ungefähr so: "Hallo Welt. Ja, du hast keine Ahnung von mir. Ich bin seit Jahren eine tolle Schauspielerin. Niemand merkt, wie beschissen es mir geht. Haha, wie leicht man doch alle täuschen kann. Ja, es klingt so krank. Und obwohl ich das alles nicht wollte, ist es nun mal die Wahrheit. Mir geht's beschissen. Ich hasse mein Leben, komme überhaupt nicht klar mit meinem Körper, nachdem ich 20 kg zugenommen habe. Ich ritze mich seit Jahre, verbrenne mich, mache exzessiv Sport und fresse bei meinem Fressattacken voll. Ich habe schon oft versucht, zu kotzen, erfolglos. Ich stehle essen von anderen und kaufe es wieder nach, wenn ich eine Attacke habe. Ich versuche, alles zu verheimlichen. Ich heule abends, wenn ich im Bett liege. Ich wünsche mir dann, einfach tot zu sein. Nicht mehr kämpfen zu müssen. Wenn ich auf dem Velo zur Arbeit fahre, hoffe ich bei jedem Scheinwerfer der Autos, dass eines von der Strasse abkommt und mich mitreisst. Bei jedem Bahnübergang stelle ich mir vor, wie es wäre, auf den Gleisen zu liegen. Und doch weiss ich ganz genau, dass ich mich niemals selbst umbringen könnte. Weil mir klar ist, was für ein tolles Umfeld ich habe. Wie viele Leute mich unterstützen würden, wenn ich nur endlich meinen verdammten Mund aufmachen würde. Ich schäme mich so sehr dafür. Es tut so verdammt weh, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Dieses Gefühl, einfach zu fallen. Nicht mehr zu wissen, was der Sinn ist. Dieses schwarze, grosse Loch. Die Leere. Manchmal bricht es plötzlich über mich herein. Keine Ahnung, woher es kommt. Und dann umschlingt mich dieser schwarze Nebel. Es geht nichts mehr. Manchmal hilft Essen oder Schneiden für einen Moment. Manchmal.  Oft frage ich mich, was ich selbst ändern müsste, um glücklich zu sein, um alles hinter mir zu lassen? Und immer wieder versuche ich, mich an den Strohhalmen festzuhalten. Ich habe das Gefühl, die Strohhalme gehen mir langsam aus. So viele Dinge habe ich schon versucht. Der Funken Hoffnung schwirrt immer in dieser dunkeln Wolke herum. Und ich versuche ihn krampfhaft einzufangen. Manchmal gelingt es.
Es ist ein Teufelskreis. Und das soll kein Vorwurf an euch sein. Im Gegenteil. Mir ist klar, dass ich die Einzige bin, die diesen Schritt machen kann. Aber in meinem Kopf steck diese Hoffnung, dass irgendjemand etwas merkt. Mich darauf anspricht. Weil ich weiss, dass ich diesen Schritt alleine nicht machen kann. Weil ich zu feige bin. Feige. 10 Jahre schon, bin ich zu feige.
Ja, deshalb hoffe ich das. Aber mir ist klar, dass ich eine viel zu gute Schauspielerin bin. Alles überspiele. Lüge.
 
Und es tut mir so Leid. Ehrlich. Es tut mir so verdammt leid, dass ich euch allen ständig etwas vormache. Ich bin eigentlich ein starker Mensch. Aber in dieser Sache bin ich so schwach. Dabei müsste ich mir nur selbst eingestehen, dass ich es nicht schaffe. Jedenfalls nicht ohne Hilfe."
 
Ich weiss nicht, was ich alles aufgeschrieben habe. Irgendwie haben meine Finger einfach getippt. Ich wünsche mir so sehr, dass alles gut wird. Und ich weiss, ich jammere auf hohem Niveau. Wie gerne würde ich einmal einfach "vergessen" zu essen. Wie gerne würde ich einmal bei einem Gespräch mitreden, ohne dass meine Gedanken ständig abschweifen. Ohne dass ich ständig an Anderes denke. Wie gerne würde ich mal wieder ehrlich lachen.
 
 
 
 

Samstag, 24. Dezember 2016

Wenn du im falschen Zug sitzt, hilft es nicht, auf dem Gang in die richtige Richtung zu laufen.

So viele Dinge passieren. Und mir ist klar geworden, dass ich mich nicht darauf konzentrieren kann, solange ich so unglücklich mit meinem eigenen Körper bin. So absurd es auch klingt, es geht nicht. Ich kann allen anderen vormachen, dass es ok ist. Aber mir selbst ist klar, dass mich das Gewicht so fertig macht. Vielleicht hätte ich gar nicht alles hinschmeissen müssen, sondern nur endlich die Disziplin aufbringen müssen, um abzunehmen. Vielleicht...Aber vielleicht schaffe ich es wirklich nicht, ohne Hilfe von Aussen...

Ich will es nochmal versuchen. Es kann doch nicht sein, dass ich so toll abgenommen habe. So diszipliniert und glücklich war und das alles in zwei Jahren weggeworfen habe? Irgendwo ist diese Disziplin, irgendwo ist das Mädchen, dass beim Rennen über die Erde fliegt. Dass gerne weggeht, weil es sich so wohl in ihrem Körper fühlt. Das Mädchen, das stolz auf sich ist. Irgendwo.

Es ist Zeit, für eine Veränderung. Und so oft habe ich das bereits versucht. Erfolglos. Heute ist anders. Ich hoffe es so sehr. Aber ich darf nicht hoffen. Ich muss daran glauben. Es wissen.

Ich beginne nicht morgen. Ich beginne jetzt.

- Bananen statt Süsses (Zuckersucht überwinden - mindestens 4 Tage durchhalten!)
- Liegestützen statt Süsses
- Ich esse nichts, was nicht mir gehört.
- Viel trinken (mindestens 5 Gläser am Tag)

Für den Anfang reichen 4 Regeln.
 
"Wenn du im falschen Zug sitzt, hilft es nicht, auf dem Gang in die richtige Richtung zu laufen. Du musst rausspringen und deinen eigenen Weg finden."

Sonntag, 4. Dezember 2016

Es will nicht aufhören.

Schlechte Nachricht.

20 Mini-Muffins (800)
Schokolade (100)
Fleisch (300)
Kaffee, Milch (300)
Pasta, Mailänderli (400)
Pizza (200)

2100. Fuck.

Samstag, 3. Dezember 2016

Gefühle

Im Moment geht gar nichts mehr. Meine Gefühle sind ein einziges auf und ab. Mal zu Tode betrübt, weil ich alles hingeschmissen habe. Mal zufrieden, diesen Schritt gewagt zu haben. Dann denke ich darüber nach, was zur Hölle ich auf dieser Welt mache. Und, ob es etwas gibt, dass ich für den Rest meines Lebens machen möchte. Dabei komme ich auf keinen grünen Zweig. Nie. Trotzdem versuche ich, mich nicht hängen zu lassen. Zu Lachen. Denn es war ja meine Entscheidung. Aber in Wahrheit könnte ich heulen. Was, wenn es nicht an der Arbeit lag? Wenn ich einfach depressiv bin. Dann ändert auch diese Kündigung nichts an meiner Situation.

Kopf hoch. Heute wird gefeiert. Und ich muss mich zusammennehmen. Zum Glück ist es nicht mein Geburtstag. Denn am liebsten würde ich mich heute auf dem höchsten Berggipfel verkriechen und einfach nur heulen. Aber was ich möchte zählt heute nicht. Und ich weiss auch, dass es falsch wäre. Deshalb setzte ich mein Schauspieler-Lächeln auf. Wie so oft. Darin bin ich unschlagbar.

Mittwoch, 30. November 2016

vorbei.

Ich habs getan. Alles hingeschmissen. Mit Herzklopfen und Panik zum ersten Mal die Wahrheit gesagt. Wies mir geht, was ich fühle. Irgendwie hat es gut getan. Dieses Gefühl, dass einem die Leute zuhören. Wirklich zuhören. Es ist so verdammt schwer, sich das einzugestehen. Einzugestehen, dass man bis jetzt alles falsch gemacht hat. Auch wenn ich die Erfahrung nicht missen möchte. Dieses Gefühl von Versagen bleibt. Diese Unsicherheit. Werde ich jemals das Richtige finden? Werde ich jemals wieder so ein tolles Team haben?
 
Die Tränen kullern mir gerade über die Wangen. War es doch falsch? Aber nun ist es zu spät, ich habe eine Entscheidung gefällt. Diese Entscheidung war richtig.
 
Und so schwer es auch sein mag in den nächsten Monaten. Da muss ich jetzt durch. Und ich habe schon ganz anderes geschafft. Das geht schon. Irgendwie. Irgendwann.
 
On day, I'll be happy.

Freitag, 25. November 2016

When everything is falling apart...

Dieses Gefühl, dass mir alles egal ist. Mir ist nichts mehr wichtig. Weder mein Job, noch die Welt um mich herum, noch mein Handeln. Ich kann einfach nicht mehr. Habe keine Energie mehr, um einen klaren Gedanken zu fassen. Im Moment habe ich das Gefühl, als ob mir alles durch die Hände fällt. Als ob der Boden unter mir wegbricht. Und das Schlimmste daran ist, dass ich nicht in der Lage bin, etwas daran zu ändern. So sehr ich es auch versuche. Nichts funktioniert. Am Mittwoch werde ich alles hinschmeissen. Und ehrlich gesagt, ich weiss nicht wirklich, ob das etwas an meinem Leben ändern wird. Viel zu tief stecke ich schon in diesem Selbsthass drin. Ich weiss nicht mal, ob mir mein Job eigentlich doch gefallen würde und nur diese verdammte Depression mich denken lässt, wie beschissen er eigentlich ist. Ich weiss auch nicht, ob mir der Job gefallen würde, wenn ich wieder 30kg weniger wiegen würde. Wenn ich mich schön fühlen würde und mir wohl wäre in meinem Körper.
 
"I've got guns in my head and they won't go" (Spirits - the strumbellas)

Ich weiss gar nichts mehr. Und wenn ich gar nichts mehr weiss, frage ich oft das Internet. Versuche Gleichgesinnte zu finden.

 
"Was tun in einer solchen Situation?
Am besten einmal gar nichts. Zumindest für eine ganz kurze Weile. Denn wenn alles zusammenbricht, sind wir ohnehin nicht fähig, es aufzuhalten. Es ist wie ein Kartenhaus das fällt. Vielleicht sind es unsere Illusionen, vielleicht unsere Wünsche und Visionen, vielleicht sogar der Sinn. In diesem Moment alles nicht mehr unterscheidbar.
Wenn wir dem Zusammenbruch Widerstand leisten wird es meist nicht besser. Denn hier sind innere und äußere Kräfte am Werk, die wir nicht mehr kontrollieren können. Hingabe an den Zusammenbruch also. Für eine kurze Zeit zu spüren, was im Inneren los ist. Um dann wieder aufzustehen und zu funktionieren. Mehr können wir für eine Weile nicht tun.
Es ist auch möglich, mit sich selbst eine Vereinbarung zu treffen. Den Zusammenbruch oder die Aufarbeitung der Gefühle, die sich hier zeigen zu vertagen. Vielleicht auf den nächsten Urlaub oder das Wochenende. Vereinbarungen wie diese müssen aber auch eingehalten werden. Denn sonst wird es zur Verdrängung. Verdrängung bedeutet aber, dass die nicht gefühlten Emotionen einfach nur ins Unbewusste wandern und uns von dort steuern. Vor allem auch, dass wir wieder ähnliche Situationen anziehen werden. Denn es gibt noch etwas zu erfahren und zu lernen.
Was also tun wenn alles zusammenbricht?
Den Zusammenbruch so gut es geht auch leben, erfahren und erspüren. Im Wissen, dass es nicht so bleiben wird. Denn das Leben ändert sich. Immer. Und immer wieder. Wenn wir am Boden angekommen sind, ist es wohl Zeit eine Weile liegen zu bleiben. Um Kraft zu sammeln für den nächsten Schritt. Und der kommt bestimmt!"

http://www.evaguetlinger.com/blog/2010/07/10/wenn-alles-zusammenbricht/

Montag, 21. November 2016

Teilnahmslos.

Sie sitzt da. Versucht einen klaren Gedanken zu fassen. Den Gesprächen zu folgen und sich irgendwo einzuklinken. Irgendwo mitzureden. Aber es geht so schnell. Und eigentlich interessiert sie das alles gar nicht. Sie will nur schlafen. Alleine sein. Nachdenken. Und irgendwie hat sie keine Kraft, sich zu äussern. Denn was würde es schon bringen.
Sie ist so müde. Versucht, wennschon mit den Augen da zu sein. Damit niemand merkt, wie abwesend sie ist. Diese kleine Sache braucht aber bereits enorm Energie. Es ist so anstrengend. Sie überlegt sich, wie andere Menschen das schaffen. Zu sprechen, zu denken, am Leben teilzunehmen.
Ich muss mich einfach mehr anstrengen. Ich bin so undiszipliniert. Gedanken.

Unterrichtsbesuche. Sitzungen. Ständig muss man sprechen. Sich einschätzen. Meinungen äussern. Wie sehr sie das satt hat. Wie egal ihr das alles ist. Und trotzdem versucht sie, sich nichts anmerken zu lassen, zu lächeln und einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
Das ist ihr Talent. Allen etwas vorzumachen. Es ist so einfach. Ja, ich habe geholfen, die Sträucher zu schneiden. Oder: Die Katze meiner Freundin hatte wohl was gegen mich.
So verdammt banal. Haha, und  niemand kommt auch nur im entferntesten darauf, wie krank ich handle.

Was für ein asoziales Arschloch kann man nur sein...

Samstag, 19. November 2016

Samstag, 5. November 2016

What's the meaning of life?

 
 
 
 
 
“You will never be happy if you continue to search for what happiness consists of. You will never live if you are looking for the meaning of life.”
Albert Camus
 
“The human race is a monotonous affair. Most people spend the greatest part of their time working in order to live, and what little freedom remains so fills them with fear that they seek out any and every means to be rid of it.”
Johann Wolfgang von Goethe, The Sorrows of Young Werther
 
“It does not matter how long you are spending on the earth, how much money you have gathered or how much attention you have received. It is the amount of positive vibration you have radiated in life that matters,”
Amit Ray, Meditation: Insights and Inspirations
 
“There is not one big cosmic meaning for all; there is only the meaning we each give to our life, an individual meaning, an individual plot, like an individual novel, a book for each person.”
Anaïs Nin, The Diary of Anaïs Nin, Vol. 1: 1931-1934
 
 
 
 
 
 
 
 

Dienstag, 1. November 2016

Binge food.











Ich hasse und liebe es zur selben Zeit.

Samstag, 22. Oktober 2016

Depression

Dunkelheit.

Manchmal finde ich mich selbst in dieser schrecklichen Dunkelheit wieder. Dunkelheit ist vielleicht der falsche Ausdruck. Denn es hat nichts mit der Abenddämmerung und der stillen darauffolgenden Dunkelheit zu tun. Nein. Die Dunkelheit, die ich anspreche, ist in mir drin. Sie frisst mich innerlich auf. Will mich dazu zwingen, mich selbst kaputt zu machen. Fast automatisch wandern meine Hände zur Rasierklinge. In diesem Moment ist das einer der einzigen Auswege.
Die Dunkelheit. Ich kann nicht steuern, wann sie auftaucht. Manchmal muss nur etwas Klitzekleines schief gehen. Die Waage ein wenig mehr anzeigen. Schlechte News von der Arbeit kommen. Oder manchmal passiert es auch ohne erkennbaren Grund. Innerhalb von Sekunden stürzt dann meine kleine, heile Welt zusammen. Es hämmert in meinem Kopf. Ich will alleine sein. Mir wehtun. Irgendwie. Und ich verstehe selbst nicht, weshalb.
Ich will, dass die Dunkelheit verschwindet. Will fühlen, dass ich lebe. Und zu einem gewissen Punkt will ich wohl auch, dass es jemand sieht. Dass mich endlich jemand darauf anspricht. Merkt, wie beschissen es mir eigentlich geht. Auch wenn ich nicht wüsste, wie ich darauf reagieren würde...



Depressionen sind nicht sichtbar gegen aussen. Ich wünsche mir oft so sehr, dass es ein Armbruch, Tumor oder etwas anderes wäre, was von aussen sichtbar ist. Gerade kann ich nicht mehr. Aber ich weiss, dass es wieder vorbei geht. Und dann kommen wieder schöne Tage. Und dann wieder die Dunkelheit.

Freitag, 21. Oktober 2016

Frühstück hoch 10

Heute morgen hatte ich einen Bärenhunger und habs mit dem Frühstück wohl ein wenig übertrieben:

-3 grosse Stücke Käse (200)
-Pesto (50)
-1/2 Glas Erdnussbutter (600)
-Amarant (100) mit ca. 50g Butter (300)
-ca. 200g Reis (700)
-Kaffee mit Milch (100)

2050 kcal

Ich hoffe, es bleibt bei dem heute, ist zwar erst 10:30 Uhr :)

Mittwoch, 21. September 2016

Eating disorder.

It starts with anorexia. In the beginning it feels great. You are proud of your own discipline, you're proud of your body and you have self esteem. In the beginning. On day, you're body won't do this anymore. It's tired of not eating and needs energy.

From that moment on, you'd eighter die or start binging. Which leads to the next eating disorder.







I'd rather have died.

Samstag, 17. September 2016

GONE.

Ich vermisse es, meine Rippen zu spüren.
Ich vermisse meine hervorstehenden Hüftknochen.
Vermisse das Gefühl von Schmerz, wenn die Knochen beim Sitzen auf den Stuhl treffen.
Vermisse die blauen Flecken, die es bei den kleinsten unbeabsichtigten Zusammenstössen gab.
Die Kommentare, wie schön schlank ich sei.
Die fürsorglichen Blicke, wenn die Leute mich sahen.
Ich vermisse das Glücksgefühl, wenn ich einen Tag mit wenig Essen überstanden hatte.
Ich vermisse das Knurren meines Bauches.
Vermisse die Tanzeinlagen und den Blick in den Spiegel.
Vermisse mein Selbstbewusstsein.
Ich möchte wieder shoppen gehen, ohne mich zu schämen.
Möchte Sport machen und mich aktiv und nicht fett fühlen.
Würde mich gerne verlieben.
Vermisse die starken Arme um meinen damals zierlichen Körper.
Alles. Wie ich es vermisse.
Wie konnte ich nur.

"So I carry on living this two lifes. One for the public. And one for myself."

One for public.
 
One for herself.

Freitag, 9. September 2016

beautiful.

Ich will doch nur schön sein. So schön, wie ich vor zwei Jahren war. Ich möchte an meinem Körper herunterschauen und zufrieden sein. Die Beckenknochen wieder sehen. Meine schlanke Taille wieder spüren. Auch wenn es nur für einen Tag ist. Ich vermisse es so sehr. Es zerreisst mich fast, wenn ich meinen jetzigen Körper sehe. Ich ekle mich davor. Wie konnte ich es nur so weit kommen lassen? Weshalb kann ich nicht mehr diszipliniert sein?

Ständig fühle ich mich so komisch. Als ob ein Sturm von Gefühlen in mir tobt. Ich bin glücklich und gleichzeitig total unglücklich. Ich heule und denke gleichzeitig, dass es ja eigentlich nicht so schlimm ist. Ich will alles hinschmeissen. Im Boden versinken und sterben. Und gleichzeitig weiss ich, wie feige das ist.

"Der Startschuss erklingt. Euphorisch rennt sie los. Sie hat sich auf das Rennen gefreut. Fühlt sich vorbereitet und fit. Die ersten Kilometer fliegen nur so an ihr vorbei. Sie fühlt sich gut, freut sich. Nach Kilometer 8 merkt sie, dass sie wohl ein bisschen zu schnell gestartet ist. Es wird streng. Sie drosselt das Tempo. Versucht wieder in den Rhythmus vom Anfang zu kommen. Irgendwie klappt es nicht. Sie atmet. Wird langsamer. Kämpft. Und läuft weiter. Die Euphorie ist wie weggeblasen. Ihre Gedanken kreisen plötzlich nicht mehr um den Lauf. Driften ab. Werden negativ. Sie keucht. Schwitzt. Versucht sich mit allen Mitteln aufs Laufen zu konzentrieren. Irgendwie geht's nicht. Ihr Atem ist unregelmässig. 10 km. Sie versucht, sich abzulenken von der Anstrengung. Schaut den anderen Läufern auf die Schuhe. Zählt im Kopf ihre Schritte. Irgendwann geht's nicht mehr. Sie geht im Schritttempo. Alles dreht sich. Wie automatisch greift ihre Hand beim Verpflegungsstand zum Wasser. Das gibt ihr ein bisschen Energie. Bevor das nächste Tief kommt. Sie merkt, dass das wohl eine schlechte Laufzeit geben wird. 15 km. Plötzlich ist da wieder ein Ziel vor Augen. 18 km. Jetzt kommt noch eine Steigung. Wieder ein totaler Einbruch. Sie könnte heulen. Hat keine Lust mehr. Eigentlich müsste sie schon längst im Ziel sein. Scheisse. 19 km. Es zieht sich. Hoch und Runter. 20 km. Endspurt, denkt sie. Aber ihre Beine machen das nicht mehr mit. Sie wird noch langsamer. 21km. Wenige Meter fehlen noch. Langsam kommt ein Gefühl der Erleichterung. Aber keine Freude. Kein Stolz. Zu langsam. 21.2km. Geschafft. Irgendwie. Aber es war verdammt hart.

Samstag, 27. August 2016

Es ist beschissen, allen was vormachen zu müssen.

Im Moment schaffe ich es am Morgen kaum aus dem Bett. Der Wecker klingelt und dann kommen auch schon die ersten negativen Gedanken. Angst. Demotivation. Alles zusammen. Ich kann es nicht steuern, die Gedanken kommen einfach.
Ich schleppe mich irgendwie zur Arbeit. Zähle die Minuten, bis es vorbei ist. Komme spät nach Hause. Das einzige, was ich dann noch gross mache, ist essen. Ich bin todmüde und will trotzdem nicht ins Bett. Denn sobald ich einschlafe ist bereits wieder morgen. Und das Ganze beginnt von vorne. Teufelskreis.

Freitag, 19. August 2016

Wege


"Wie ein Adler mit seinen weiten Schwingen weit im Himmel...grenzenlos frei und glücklich über den Rest der Welt."
 
 
Ich werde meinen Weg gehen. Und ich lasse mir nicht alles gefallen. Ich werde es euch zeigen, ihr werdet euch noch wundern. Und dann werde ich so stolz auf mich sein. Stolz, endlich meinen Weg gegangen zu sein.
Alles Geld und Ansehen der Welt nützt mir nichts, wenn ich nicht glücklich bin.
 
Es fühlt sich irgendwie gut an, überlegen zu sein. Zu wissen, dass ich eh bald alles hinschmeisse. Mir im Klaren zu sein, dass ich nichts mehr zu verlieren habe. Es macht das Ganze einfacher.

Dienstag, 16. August 2016

how I miss that bright sun...

Ich habe gerade extremen Drang, mich zu schneiden. Mir wehzutun. Irgendwie Luft abzulassen. Schreien klappt nicht. Weinen klappt nicht. Essen nützt nicht...


"I got guns in my head and they won't go. Spirits in my head and they won't go.."